Friedel Mehlig, geboren am 29. April 1929 in Roth, Sohn von Andreas Mehlig, ist der erste Ehrenbürger der Gemeinde Roth. Diese Ehre wurde ihm 1999 verliehen für die mannigfachen Verdienste um die Gemeinde Roth. Man kann ihn auch als Rother Urgewächs bezeichen. Sein ganzes Leben spielte sich in und um Roth herum ab.

Die erste kommunalpolitische Tätigkeit begann 1960 als erster Beigeordneter der Gemeinde Roth. Diese Funktion übte er bis 1964 aus. Im Jahre 1964 wurde er zum Bürgermeister der Gemeinde Roth gewählt. Dieses Ehrenamt hatte er bis 1999 inne. Nach seinen Angabe betrug die Aufwandsentschädigung 1964 ganze DM 64. In dem Beschlussbuch der Gemeinde ist immer wieder zu lesen "...der Ortsbürgermeister wird beauftragt....". Dies ist ein Beweis dafür, dass er immer im Dienste der Gemeinschaft tätig war.

Sein Können und Wissen setzte er nicht nur in der Gemeinde Roth ein, sondern darüber hinaus auch in der Verbandsgemeinde Stromberg, deren Rat er 15 Jahre lang angehörte. Für seine Verdienste wurde ihm die Ehrennadel und die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.

In der Zeit seiner Tätigkeit als Bürgermeister der Gemeinde Roth erfuhr diese vielfältige Veränderungen die durch Umstände, die zum Teil von außen auf die Gemeinde einwirkten, aber auch durch viele, die aus der Gemeinde heraus bewirkt wurden. Hier sei beispielhaft der Bau der Autobahn A 61 genannt.

Die Gemeinde hat sich durch die Erschließung von 2 Baugebieten (Auf dem Stemel und Kuhweg, heute Nonnenwies) sowie eines Gewerbegebietes räumlich deutlich vergrößert. Der Alte Kirchhof im Ort wurde abgetragen, als Dorfplatz gestaltet und zwischenzeitlich im Jahr 1993 wiederum neugestaltet.

Der Friedhof erhielt durch den Bau(1968) der Friedhofskapelle , den Abriss des alten und die Errichtung(1975) des neuen Ehrenmals, sowie einer Neuordnung der Anlage, sein heutiges Aussehen. Erwähnenswert ist der Erwerb einer Glocke, die an der Friedhofskapelle angebracht wurde. Sie trägt die Inschrift "Den Bürgern zum letzten Geleit, Roth 1993"

Die Schule, erbaut 1894, in der bis 1967 Kinder unterrichtet wurden, dient heute der Gemeinde als Dorfgemeinschaftshaus. Der Beschluss zum Umbau wurde 1992 gefasst, begonnen mit dem Umbau wurde 1994, fertiggestellt wurde die Maßnahme 1996. Die Einweihungsfeier fand am 10.2.1996 statt. Die Kosten der Maßnahme betrugen 1,37 Mio. DM.

Die Sanierung des alten Rathauses einschließlich des "Backes" liegen auch in dieser Zeit. Müßig ist es, die üblichen Vorgänge hier zu nennen, wie z.B. den Bau/Ausbau der Ortstraßen, des Kanals, der Kläranlage usw.